PROJEKTENTWICKLUNG – PAKETFÖRDERUNG
(SLATE FUNDING)

Calls

Call Nr. Bezeichnung Deadline Status  
CH01P/2017 Paketförderung 23.06.2017
eröffnet
 


Für Projektpakete (maximal 1 Paket mit 3-5 Projekten pro Firma) gibt es nur einen Einreichtermin in der Mitte des Jahres, während für Einzelprojekte (max. 1 Projekt pro Termin pro Firma) zwei Termine zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht es den Experten, möglichst viele gleichartige Anträge miteinander vergleichen zu können. Ausserdem können Projekte aus abgelehnten Paket-Anträgen innerhalb von kurzer Zeit als Einzelprojekt eingereicht werden. Bitte denken Sie daran, dass ein Projekt frühestens 8 Monate nach der Eingabe (nicht nach der Deadline) in Produktion gehen kann.

Firmen, die ein laufendes Projektpaket noch nicht abgerechnet haben, können kein Einzelprojekt eingeben. Das nächste Projektpaket kann beantragt werden, sobald ein Projekt aus dem alten Slate in Produktion gegangen ist und abgerechnet wurde.

What’s new: Alle Änderungen ab dem 1.7.2016

> Formulare

Förderziele

  • Die Kapazitätssteigerung von Produktionsfirmen mit europäischer und internationaler Ausrichtung.
  • Die Entwicklung von audiovisuellen Werken zu unterstützen, die ein hohes Vertriebspotential in Europa und darüber hinaus haben.
  • Die Erleichterung europäischer und internationaler Koproduktionen, auch mit Fernsehveranstaltern.
  • Die Steigerung der Attraktivität für das Zielpublikum, indem Distribution und Marketingstrategie bereits in der Entwicklungsphase geplant werden.

Gesuchte Projekte

Der Aufruf ist offen für Projektpakete aus 3-5 Projekten:

  • die voraussichtlich als Schweizer Filme oder als schweizerisch-ausländische Koproduktion anerkannt werden können. Alle Projekte müssen unter der Verantwortung der gesuchstellenden Firma entwickelt werden und die Mehrzahl der eingereichten Projekte muss als Koproduktion konzipiert sein;
  • aus den Bereichen Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm (Einzelprojekte oder Serie);
  • die im TV, Kino oder auf digitalen Plattformen gezeigt werden sollen;
  • deren erster offizieller Drehtag frühestens acht Monate nach der Antragstellung liegt;
  • deren Rechte zum Zeitpunkt des Antrages mehrheitlich bei der gesuchstellenden Firma liegen.

Die Mindestlänge der Werke variiert je nach Vertriebsart und Kategorie der Projekte.

  • Kinofilme: 60 Minuten;
  • TV-Spielfilme oder Spielfilme, für die eine digitale Erstauswertung vorgesehen ist: 90 Minuten (Gesamtdauer aller Episoden bei Serien);
  • TV-Animationsfilme oder Animationsfilme, für die eine digitale Erstauswertung vorgesehen ist: 24 Minuten (Gesamtdauer aller Episoden bei Serien);
  • TV-Dokumentarfilme oder Dokumentarfilme, für die eine digitale Erstauswertung vorgesehen ist: 50 Minuten (Gesamtdauer aller Episoden bei Serien).

NICHT FÖRDERBARE PROJEKTE

Live-Aufnahmen; TV-Spielshows; Talkshows; Realityshows; didaktische, Schul- und Lernprogramme; Dokumentarfilme zur Tourismuswerbung; Making-ofs; Berichterstattung und Tierreportagen; Nachrichtensendungen und Doku-Soaps; Projekte mit rassistischem, pornografischem oder Gewalt verherrlichendem Inhalt; Werke mit Werbecharakter; institutionelle Produktionen, die der Förderung einer Institution und/oder deren Aktivitäten dienen.

Förderempfänger

Die Unterstützung wird unabhängigen schweizerischen Produktionsunternehmen gewährt, die seit mindestens 36 Monaten bestehen und ihre Haupttätigkeit in der audiovisuellen Produktion haben. Sie müssen ein Referenzprojekt vorweisen können, das in den letzten fünf Jahren vor dem Jahr des Fördergesuches produziert wurde und das die Kriterien der Einzelprojektförderung erfüllt. Das Werk muss zwischen dem 1. Januar 2014 und der Antragsabgabe in mindestens drei Ländern ausserhalb der Schweiz kommerziell ausgewertet worden sein.

Ausschlusskriterien

Firmen, denen bereits eine Slate-Förderung im Rahmen der MEDIA-Ersatzmassnahmen zugesprochen wurde, müssen belegen, dass mindestens ein Projekt in Produktion gegangen ist und abgerechnet wurde.

Trifft einer der folgenden Punkte auf mindestens ein Projekt aus dem Slate zu, ist das gesamte Projektpaket nicht antragsberechtigt:

  • Ein Projekt wurde bereits einmal abgelehnt und für die 2. Eingabe nicht überarbeitet.
  • Ein Projekt wurde bereits zweimal für MEDIA-Ersatzmassnahmen eingegeben.
  • Ein Projekt wurde bei der BAK Herstellungsförderung zweimal abgelehnt.
  • Ein Projekt verfügt über eine Absichtserklärung des BAK für die Herstellung oder es wurden bereits Gutschriften der erfolgsabhängigen Filmförderung in die Herstellung des Projektes investiert.

Fördersumme

Die Höchstbeiträge für Projektpakete richten sich nach dem Genre der darin enthaltenen Projekte, indem die Höchstbeiträge für die einzelnen Filme addiert werden. Die maximale Fördersumme liegt aber in jedem Fall bei 220'000 CHF.

  • Animationsfilme: 66'000 CHF
  • Kreative Dokumentarfilme: 27'500 CHF
  • Spielfilme mit einem Herstellungsbudget bis 1,65 Mio CHF: 33'000 CHF
  • Spielfilme mit einem Herstellungsbudget über 1,65 Mio CHF: 55'000 CHF

Bundesgelder dürfen maximal 70% der Entwicklungskosten abdecken. Bundesgelder beinhalten sowohl Förderungen vom BAK als auch von anderen Departementen.

ANRECHENBARE KOSTEN

Kosten für den Erwerb von Autorenrechten können bis zu 12 Monate vor Gesuchseinreichung angerechnet werden. Alle anderen Kosten können ab dem Datum des Gesuchs bis zum Produktionsbeginn angerechnet werden. Folgende Kosten sind antragsberechtigt:

  • Recherchearbeiten (inklusive Archivrecherchen);
  • Schreiben des Drehbuchs (Treatment bis definitive Fassung);
  • Vorkosten für die Besetzung der wichtigsten Posten der Crew und des Casts;
  • Vorbereitungskosten für die Erstellung von Produktionsbudget und Finanzierungsplan;
  • Suche und Abklärungen von Businesspartnern, Koproduzenten und Finanziers;
  • Vorbereitung des Drehplans bis zur Abnahme;
  • Marketing und Vertriebsplan (Abklärung Vertriebsmärkte und Einkäufer, Präsentation bei Festivals und Märkten);
  • Produktion des Videotreatment oder des Pilotfilms;
  • Max. 7% Handlungskosten, sofern die Aufwendungen nicht separat budgetiert sind.

Evaluation des Antrages

Die Anträge werden von je zwei unabhängigen Experten anhand eines Punktesystems evaluiert.

Kriterium

Punkte

Qualität des Projektpakets, der antragstellenden Firma und europäisches Vertriebspotential

20

Qualität des Projektpakets bezüglich Entwicklungs- und Finanzierungsstrategie sowie europäische Dimension

20

Qualität der europäischen und internationalen Vertriebs- und Marketingstrategie

20

Erfahrung, Potential, Kohärenz, Qualität und Rollenverteilung des Kreativteams

10

Kohärenz der Umsetzung des Pakets mit Bezug auf die Kapazität der Produktionsfirma (Machbarkeit)

10

Innovationskapazität der Produktionsfirma (Fähigkeit sich an den Wandel im audiovisuellen Markt anzupassen und ihre Marktposition zu verbessern)

20

 

Förderbar sind Projekte, die mindestens 70 Punkte erreichen. Übersteigen die förderbaren Projekte die für einen Eingabetermin verfügbaren Kredite, so werden die Projekte mit der höchsten Punktzahl gefördert.

> Informationen für Förderempfänger