Koproduktionen

Koproduktionen spielen in der Schweiz eine wichtige Rolle. Die Schweiz unterhält intensive Beziehungen zu den Nachbarländern, mit denen sie auch die Sprache teilt.

Koproduktionsverträge existieren mit Deutschland und Österreich (trilaterales Abkommen), dem französischsprachigen Teil von Belgien, Kanada, Frankreich, Italien und mit Luxemburg. Die Schweiz hat ausserdem das Europäische Übereinkommen für Kino-Koproduktionen unterzeichnet, das die Zusammenarbeit von drei und mehr Ländern sowie zwischen Ländern ohne bilateralen Koproduktionsvertrag regelt. Zudem ist die Schweiz am paneuropäischen Filmförderfonds Eurimages beteiligt.

Eine minoritäre Schweizer Beteiligung  an einer internationalen Koproduktion beträgt in der Regel mindestens 10-20% der gesamten Produktionskosten. Besteht mit einem Land kein Koproduktionsabkommen beispielsweise mit den USA – muss die Schweizer Beteiligung mindestens 50% betragen, damit die Produktion als Schweizer Film anerkannt wird.

Um ein Herstellungsgesuch beim Bundesamt für Kultur einreichen zu können, braucht es einen Schweizer Koproduzenten. Fördergesuche für minoritäre Koproduktionen werden im Hinblick auf Gegenseitigkeit, auf der Basis der künstlerischen und technischen Beteiligung sowie der künstlerischen Qualität des Projekts beurteilt.

schweizer produktionen 2015 (KINOFILME)*

  100%
nationale
Produktionen
Majoritäre
Koproduktionen
Minoritäre
Koproduktionen
TOTAL
Dokumentarfilme 47 7 8 62
Spielfilme 17 7 15 39
Animationsfilme 0 0 1 1
TOTAL 64 14 24 102

 * Provisorische Zahlen

Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS), Statistik Film und Kino